Wie möchten wir Notfallmedizin in Zukunft definieren?

Scott Weingart hat in diesem Jahr beim SMACC 2013 einen wie ich finde genialen Vortrag zu diesem Thema gehalten. Er bemängelt, dass das Selbstverständnis der Notfallmediziner nicht zuletzt getriggert durch Overcrowding in den Notaufnahmen durch Hausarztpatienten zunehmend weg von der behandlung kritisch Kranker zu einer Art Ersatz der Niedergelassenen führt.

 

Wenn zudem noch um die Versorgung kritisch kranker Patienten hausintern geschachert wird, vor allem wenn Bettenknappheit herrscht kommt es zu einer Unterversorgung der Patienten, die unserer Hilfe am dringendsten bedürfen. Ein Zustand den ich durchaus auch aus eigener Erfahrung kenne und bestätigen kann.

 

Sein Statement ist, dass die Versorgungsqualität nicht davon abhängen dürfe wer gerade anwesend ist und wie die Kapazität auf der/den Intensivstation(en) ist.

"Maximal aggressive care", ob kurativ oder palliativ ist sein Dogma und daraus resultierend die Auffassung, dass Emergency Medicine aktiv um den Begriff "resuscitation" erweitert werden muss.

 

Wie sehen Sie/ seht Ihr die Situation? Was ist unsere ureigentliche Aufgabe in der Klinischen Notfallmedizin?

 

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